Bekleidung

Verschiedenste Arten von Einsätzen bedürfen verschiedener Einsatzbekleidungen.

Durch die heutigen modernen Einsatzbekleidungen sind Verletzungen von Einsatzkräften sehr stark reduziert worden.

Sei es Wärmeschutz, Schnittschutz, Atemschutz.

Machen Sie sich ein Bild über die Bekleidung der Freiwilligen Feuerwehr Kettig.

Ein Feuerwehrangehöriger schützt sich mit seiner Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) vor den Äußeren Gefahren einer Einsatzstelle. In jedem Einsatz trägt er einen "Grundschutz". Dazu gehören:

  • Feuerwehr-Schutzanzug
  • Feuerwehrhelm mit Nackenschutz
  • Feuerwehr-Schutzhandschuhe
  • Feuerwehrstiefel

In Deutschland wird üblicherweise Schutzausrüstung nach HuPF (Herstellungs- und Prüfrichtlinie von Feuerwehrschutzkleidung) und nach DIN EN 471 getragen.

 

Einsatzbekleidung der FF Kettig:

Die Einsatzbekleidung soll einen Feuerwehrmann vor den Gefahren an den Unfallstellen schützen. Noch vor wenigen Jahren waren die Helfer ausschließlich mit Uniform- oder einfachen Stoff- oder Kunststoffjacken im Einsatz. Heute setzt die Feuerwehr moderne, funktionelle Einsatzbekleidung ein, die insbesondere bei Brandeinsätzen mehr Sicherheit bieten soll. Nach mehreren schweren Unfällen (Durchzündungen bei Bränden) mit schwer verletzten Feuerwehrleuten , begann in den 90er Jahren ein Umdenken innerhalb der Deutschen Feuerwehren. Auch für Niedersachsen wurde eine Herstellungsrichtlinie für Einsatzkleidung erlassen, an der sich die Kettiger Feuerwehr orientiert. Sie soll nicht nur vor Brandverletzungen schätzen, sondern auch vor Nässe. Sie ist außerdem atmungsaktiv und bietet durch ihre zahlreichen Reflektorstreifen tagsüber und nachts auch Sicherheit vor fließendem Verkehr an Einsatzstellen.

Zur Einsatzbekleidung der FF Kettig gehören:

Feuerwehrhelm mit Nackenschutz aus Aluminium mit herunterklappbarem Visier. Die beige Lackierung ist fluoreszierend, sie leuchtet nach dem Anstrahlen durch eine Lichtquelle im Dunkeln nach. Außerdem läuft ein Relexstreifen einmal rund um den Helm. Ein Nackenleder soll verhindern, dass glühende Teilchen oder Ähnliches in Kragen fallen. Am Helm ist außerdem der Name des Trägers aufgeklebt, ein roter Punkt signalisiert, ob der jeweilige Feuerwehrmann Atemschutz tragen darf. Funktionsträger (zum Beispiel Gruppenführer) sind durch verschiedene Helmkennzeichnungen zu erkennen.

Der Schutzanzug ist aus einem feuerhemmenden Material (beispielsweise Nomex) gefertigt und soll Schutz vor Hitzestrahlung und Flammeinwirkung bieten. Er ist mit Reflexionsstreifen und fluoreszierenden Streifen versehen.

Schutzanzüge bestehen aus Schutzhose und Schutzjacke - aber es gibt auch einteilige Overalls. Jedoch werden auch Anzüge, bei denen nur die Jacke eine Schutzfunktion erfüllt, getragen. Bei einem Einsatz dieser Variante muss unter die Schutzhose noch eine normale Hose angezogen werden, da die Haut sonst Verbrennungen oder Verbrühungen erleiden könnte.

Laut Norm müssen in Deutschland sowohl Hose als auch Jacke im Brandeinsatz einen Wärmeschutz von 40 kW/m² aufweisen. Bei sehr hohen Temperaturen wird zusätzlich ein Hitzeschutzanzug getragen.

Bei dem Vorhandensein von ABC-Stoffen wird je nach Gefahrlage ein spezieller Schutzanzug getragen. Den höchsten Schutz vor solchen Stoffen bieten Vollschutzanzüge (Chemieschutzanzug).

 

Schutzanzug für Atemschutzgeräteträger

Auch für Einsätze in denen Atemgifte auf die Einsatzkräfte einwirken können, sind wir ausgerüstet. Bei jeglicher Entstehung von Atemgiften schützen sich unsere Wehrleute mit den sogenannten Pressluftatmern. Diese Geräte arbeiten unabhängig der Umluft und ermöglichen es dem gut trainierten Feuerwehrmann ca. 40 Minuten in diesen Einsatzbereichen zu agieren. Die mit 300 bar gefüllten Druckluftflaschen können über ein Manometer abgelesen werden, so dass der einzelne Feuerwehrmann seinen Verbrauch€ der Luft gut abschätzen kann. Dies ist sehr wichtig für den Rückweg vom Einsatzort. Sie müssen sich vorstellen, dass bei einer Sicht von unter 15 cm das Vorankommen sehr erschwert wird. Hinzu kommt die Hitze und der Streß, welche dem einzelnen Feuerwehrmann ebenfalls zu schaffen macht.

In Kombination mit der Feuerschutzausrüstung sind unsere Einsatzkräfte gut geschützt gg. die Gefahren eines Brandes. Allerdings ist diese Ausrüstung keine Schutzschild, welches eine Unverwundbarkeit garantiert. Aus diesem Grund sind folgende Grundsätze beim Vorgehen unter PA sehr wichtig:

  • Truppweises vorgehen (2 Mann)
  • Bei Vorgehen in nicht einsehbaren Einsatzbereichen ist ein Sicherungstrupp zu stellen
  • Atemschutzüberwachung durchführen
  • Sporadischer Kontakt über Funk mit der Atemschutzüberwachung
  • Bei Bedarf arbeiten mit Sicherungsleine

 

 

 

Atemschutzüberwachung

Die Atemschutzüberwachung ist eine wichtige Funktion beim Vorgehen unter Atemschutz.

Der Einsatztrupp(s) wird von einem Kameraden außerhalb der Gefahrenzone beobachtet und steht stets per Funk in Kontakt.

Dies ist wichtig, da bei einem Vorgehen unter Atemschutz die Zeit oftmals im Fluge vergeht. Ein Atemschutztrupp hat durchschnittlich für ca. 25 - 35 Minuten Luft. Je nach Anstrengung, Streß, körperliche Konstitution ist diese sehr schnell aufgebraucht.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Einsatzleiter stets auf dem Laufenden gehalten werden kann, sollte etwas Unverhergesehenes geschehen.

Im rechten Bereich sehen Sie die Formulare unserer Atemschutzüberwachungstafel. Unsere Tafel ist für 4 Personen, also 2 Trupps vorgesehen.

Vor Einsatz wird der Druck der Atemschutzgeräte überprüft und eingetragen. Weiterhin die Startzeit. Die Namen der Kameraden werden notiert, bzw. durch Anhänger, welche jeder Atemschutzgeräteträger an seiner Einsatzbekleidung hat, zugeordnet. Somit weiß der Überwacher, welche Personen wann, mit wem, mit welchem Druck sich in die Gefahrenzone begeben hat.

In regelmäßigen Abständen wird Kontakt gehalten und die Trupps nach Lage und Druck befragt.

Das ausgefüllte Formular wird anschließend in der Personalakte hinterlegt. Dies wird vom Atemschutzgerätewart, welcher sich um die Geräte kümmert durchgeführt und nachgehalten.

Schutzanzug für Führer von Motorkettensägen

Manch einer von Ihnen möchte sicherlich mit ganz schwerem Geschütz auf die Bäume und Sträucher in seinem Garten losgehen, der Motorkettensäge. Dieses Gerät ist wohl das Gefährlichste im Garten; in Sekundenbruchteilen kann der Benutzer mit der Säge schwerste Verletzungen sich und anderen zufügen. Damit solch ein Kettensägenmassaker nicht Wirklichkeit wird, sollten Sie einige Dinge beherzigen:

bei der Arbeit für einen sicheren Stand sorgen Maschinen und Geräte fachgerecht handhaben, instand setzen, transportieren und abstellen. Bei Fällarbeiten mit der Motorsäge keine Eisenkeile verwenden Maschinen nicht mit laufendem Motor warten oder instand setzen, außer bei Vergasereinstellungen erforderliche Schutzausrüstung tragen Arbeitsplatz von Hindernissen freihalten Geeignete und fachgerechte Maßnahmen zum Zufall bringen hängen gebliebener Bäume treffen Verbot des Fällens von Bäumen bei Sichtbehinderung durch Regen, Schnee, Nebel, oder Rauchverbot des Arbeitens mit der Kettensäge von Leitern oder Bäumen Verbot des Sägens über Kopf.

 

Die Führer von Motorkettensägen der Freiwilligen Feuerwehr Kettig müssen sich einem jährlichen Auffrischungskurs unterziehen. In dieser Unterweisung werden in theoretischer und praktische Form neueste Techniken und Unfallverhütungsmaßnahmen besprochen und getestet.

 

Hitzeschutzanzug der FF Kettig:

Schon Kinder wissen: Feuer ist heiß. Und je größer ein Feuer ist, desto höher werden auch die bei der Verbrennung entstehenden Temperaturen. Bei einem Wohnungsbrand zum Beispiel, beträgt die Raumtemperatur ca. 550 bis 800 Grad Celsius. Bestimmte Feuer, wie zum Beispiel ein brennender Benzin-Tanklaster, verursachen noch höhere Temperaturen. Damit sich Feuerwehrleute dennoch dem Brand soweit nähern können, dass eine Brandbekämpfung möglich ist, gibt es Hitzeschutzanzüge. Die besteht aus einem speziellen Material, das die Wärmeentwicklung zumindest teilweise abweisen kann. Der Hitzeschutzanzug besteht aus mehreren Teilen: Stiefeln, Anzug, Helm und Kopfmaske mit Überwurf. Der Feuerwehrmann trägt darunter die normale Atemschutzausrüstung.

 

Insektenschutz

Jeden Sommer muss die Kettiger Feuerwehr zur Beseitigung von Wespennestern ausrücken. Wenn die Einsatzkräfte im Nestbereich die Arbeit beginnen, versuchen meist die Insekten (verständlicherweise), die Angreifer abzuwehren.

Um sich vor den Stichen der (sonst friedlichen Tiere) zu schützen, setzt die Feuerwehr bei diesen Einsätzen "Insekten-Schutzanzüge" ein. Diese Ganzkörperanzüge bestehen aus einem stichsicheren Material. An den Ärmelbändchen sowie den Beinöffnungen befinden sich Gummizüge, die den Anzug eng an die Haut anhaften lassen.

So soll vermieden werden, dass die Tiere ins Innere des Anzugs klettern können. Die Hände werden durch Lederhandschuhe geschützt. Der Hals und der Kopf werden durch eine spezielle Hut-Netz-Kombination gesichert, die aus dem Imkerbereich stammt. So können die Tiere nicht das Gesicht des Feuerwehrmannes erreichen.

Unter den nachfolgenden Adressen können Sie in Kettig Informationen und Hilfe bezüglich der Beseitigung von Schädlingen in Erfahrung bringen:

 
Gemeindeverwaltung Kettig
Weißenthurmer Straße 1
56220 Kettig
Tel. (0  26 37) 21 76
Fax (0 26 37) 87 79
 

   

Termine  

Jun
24

24.06.2017 09:30 - 16:00

Okt
21

21.10.2017 15:00 - 21:00

   

letzter Einsatz  

Rauchentwicklung im Freien
Einsatzfoto Rauchentwicklung im Freien 20.01.2017
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